Die (a)sozialen Medien

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In letzter Zeit wird es für manche Leute zum Sport sich über erfolgreiche Turnierreiter auszulassen.

Mit großem Interesse habe ich die Podiumsdiskussion des Reiterjournals über dieses Reiter-Bashing verfolgt. Dies hat mich motiviert hier meine Gedanken aufzuschreiben:

Ja es gibt schwarze Schafe in der Reiterei. Ja es gibt Reiter, die ihre Pferde nicht sachgerecht halten. Ja es gibt Reiter, die zu schwer sind, oder Menschen deren Ziel es ist mit manipulativen Fotos  den Reitsport zu diskreditieren, etc. Die Liste  könnte lang werden, wenn man verzweifelt das Haar in der Suppe sucht.

Ist dies aber förderlich? Bringt uns dies weiter?

Die FN beklagt seit Jahren Mitgliederrückgänge. Kein Wunder, wie ich finde. Da möchte ein Kind reiten anfangen und die Eltern informieren sich über unseren Sport. Dann stolpern sie im Internet (soziale Medien) oder in den Printmedien über reisserisch aufgemachte Vorkommnisse bei Turnierreitern. Only bad news are good news!  Spätestens jetzt kauft der Vater lieber einen Tennisschläger.

Wollen das all die Menschen, die den Reitsport mies machen? Ist es deren Ziel reiten verbieten zu lassen? Oder heischen sie nur nach Aufmerksamkeit die ihnen im realen Leben nicht vergönnt ist? Die Tragweite ihrer Worte wird dem eigenen Ego geopfert.

Wir dürfen doch die schönen Seiten unseres Sports nicht vergessen: Das Pferd ist kein Sportgerät  sondern ein Partner der mit einem durch dick und dünn geht. Ohne Pferd sind wir alle doch nur Fußgänger - altbekannt aber immer noch aktuell. Diesen Gedanken im Hinterkopf wird jeden vernünftigen Menschen veranlassen, mit seinen Partner pfleglich umzugehen.

Nicht zu vergessen, die Haltung unserer Pferde hat sich in den letzten Jahren unglaublich verbessert. Unseren Pferden geht es im Großen und Ganzen gut. Die Reiter und Stallbetreiber kümmern sich um die ihnen anvertrauten Tiere, schließlich hängt ihr »Leben bzw. Überleben« von gesunden und zufriedenen Pferden ab.

Noch ein paar Worte über das Reiten an sich: Reiten ist nicht nur ein Sport sondern erzieht auch den Menschen. Wir lernen durch unsere Tiere Selbstdisziplin und mit Höhen und Tiefen fertig zu werden. Das Pferd als Therapeut.

Und was alles können wir mit unseren Pferden machen: nach dem Sport ab ins Gelände oder wir beobachten sie auf der Koppel. Der Reitsport ist wohl der  Vielseitigste den es gibt. Lasst uns ihn doch genießen. Sollten wir nicht an einem Strang ziehen?

An all diejenigen, die Bilder veröffentlichen: macht doch mal Bilder von den schönen Seiten des Reitsports. Ihr werdet sehen, dass es viel mehr Freude macht den Reitsport in seiner Eleganz und Würde zu zeigen. Zugegeben, es ist schwieriger. Die Nasenlinie, ein paar Zentimeter hinter der Senkrechten, erkennt jeder, selbst auf einem unscharfen Foto. Macht doch von euch selber Bilder und zeigt es uns wie es richtig geht.

Hier paßt jetzt ein Zitat von Nitzsche. »In dem man schlecht über andere redet macht man sich selber nicht besser«.

Liebe Reiter und Freunde des Pferdesports haltet zusammen. Laßt uns Werbung machen für die schönen Seiten. Postet um die Wette auf FB oder Instagram etc. schöne Bilder, zufriedene Pferde, gutes Reiten, gute Haltungsbedingungen, glückliche Kinder usw. Seht euch in eurem Umfeld um. Ihr werdet erstaunt sein was ihr alles Gutes seht.

Die Fraktion der Miesmacher darf keine Überhand bekommen.

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